Die Geschichte des TAEKWONDO

Die Kampkunst TAEKWONDO ist etwa 2500 Jahre alt. Damals noch unter anderem Namen betrieben, erfreute sie sich sowohl bei den Kriegern als auch unter der Bevölkerung allgemeiner Beliebtheit.

Erste bildliche Aufzeichnungen von Taekwondo finden sich in den Königsgräbern von Songdo, sowie in der Sokkuram Grotte bei Kyongju. Dort umrahmen zwei Krieger in der „Kumgang Makki Stellung“ als Relief einen Schrein.

Die sich bildenden Königreiche:

KOGURYO         37 v. Chr. bis 688 n. Chr.
PAEKCHE          18 v. Chr. bis 660 n. Chr.
SHILLA             57 v. Chr. bis 935 n. Chr.

bildeten ihre Krieger ebenfalls in dieser Kriegskunst aus, da sie gegenseitig stets in Fehde standen. So wurde im Königreich Shilla Taekwondo unter dem Namen Subak verbreitet. Aber auch aus vorhergehenden Zeiten sind Namen wie:

-           Kwonbaek

-           Taekyon

-           Subyokta

für diese Kampfkunst bekannt.

Aus den politischen Wirren und Kriegen ging Shilla als Sieger hervor. In den langen Jahrhunderten des Shilla Reiches wurde TAEKWONDO vor allem von den HWARANG - DO „Blumen RlTTERN“ weiter geübt und praktiziert. Diesen ist es zu verdanken, dass diese Kampfkunst überdauerte, denn nach den kriegerischen Jahren wurde in den Friedenszeiten mehr Wert auf die Wissenschaft als auf die Kampfkunst gelegt.

Um 918 n. Chr. wurde das Shilla Reich vom Koryo Reich abgelöst. Es ist historisch belegt, dass in der Zeit des Koryo Reiches TKD unter dem Namen Subakhi als Nationalsport betrieben wurde. Im Jahr 1790 wurde ein illustriertes Buch über die verschiedenen Kampfkünste herausgebracht, in dem Taekwondo aufscheint.

Im Jahre 1910 wurde Korea von den Japanern erobert, diese besetzten das ganze Land und versuchten den Einheimischen die japanische Lebensweise auf zu oktruieren. Dazu verboten sie jegliche Ausübung von koreanischen Künsten, und somit auch die Ausübung von TKD.

Doch im Verborgenen wurde weiterhin die koreanische Kampfkunst verbreitet, und so konnte sie nach dem 2. Weltkrieg, als die Japaner das Land verlassen mussten, wieder erstehen.

Noch wurde sie unter verschiedenen Namen wie Taesoodo und Tangsoodo in 9 verschiedenen Stilrichtungen wie z. B. Mudokwan, Handokwan, Jidokwan etc., gelehrt.

Die größten Verdienste um das Taekwondo erwarb sich aber General CHOI HONG HI, der durch die Einführung des TKD als Pflicht beim koreanischen Militär und der eigentlichen Namensfindung den Grundstein für das heutige Taekwondo legte. Unter seiner Leitung wurde der erste Weltverband die ITF (International Taekwondo Federation) gegründet. Dieser Verband besteht noch heute und führt seine Wettkämpfe auch noch wie in den Anfangsjahren als Leichtkontaktkämpfe durch.

1973 wurde die WTF (World Taekwondo Federation) gegründet und es fand die erste Weltmeisterschaft im Kukkiwon, Seoul, statt.

 

Überblick von 1946 bis heute:

1946    Vereinigungsbestrebungen der wichtigsten Taekwondo Schulen,
           durch Versammlung der höchsten Dan Träger.

1953    Gründung des Tangsoodo Verbandes

1954    Die höchsten Dan Träger Koreas einigen sich auf die Bezeichnung TAEKWONDO

1956    Die drei größten Schulen (Chungdo-Kwan, Songmu-Kwan, Ohdo-Kwan)
           akzeptieren die Bezeichnung TAEKWONDO

1972    Eröffnung des Kukkiwon in Seoul / Süd Korea

1973    Gründung des Welt Taekwondo Verbandes (WTF) am 28.05.73,
           Präsident Dr. Un Yong Kim 1. Weltmeisterschaft in Seoul

1980    Anerkennung des Taekwondo durch das IOC (Olympisches Komitee)

1988    Taekwondo als Vorführdisziplin bei der Olympiade in Seoul

1994    Aufnahme des Taekwondo in die Olympischen Spiele für Sidney - 2000

2000    Erstmalig ist Kyorugi Olympische Disziplin

 

Die Koreanische Kampfkunst fand aber nicht nur Aufnahme in die Olympischen Spiele, schon Jahre zuvor wurde sie in andere Sportorganisationen aufgenommen wie z. B.:

 

1975    GAISF (General Association of International Sports Federation)

1976    CISM (International Military Sports Council)

1983    Pan American Games

1984    Asien Games